Wie lange kann man Trinkwasser lagern?

By: Diana

Die Frage Wie lange man Trinkwasser lagern kann geht einher mit der Art des Behälters und dem Reinheitsgrades des Wassers. In dem Beitrag liste ich dir vier Möglichkeiten der Lagerung auf und wie lange sich das Wasser jeweils hält.

Wasser für den Notfall lagern

Wie ich kürzlich bei einer Unterhaltung mit einer Tischnachbarin in einer Pizzeria vermittelt bekommen habe, können sich einige Menschen gar nicht vorstellen, dass mal eine Notlage eintritt, in der sie sich selbst versorgen müssten.

Nur weil man bisher persönlich von solchen Schicksalen verschont blieb, heißt es nicht, dass es uns nie ereilen kann.

Dabei kann es zu einem

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  • Stromausfall kommen,
  • zu einem Wasserrohrbruch (auch durch eine Katastrophe wie im Ahrtal),
  • die Klärwerke könnten durch Cyber-Attacken außer Kraft gesetzt werden oder verunreinigtes Wasser könnte in die Hausleitungen gelangen,
  • etc.

Tritt einer dieser Fälle ein, bildet die Trinkwasserversorgung die Grundlage.

Im Folgenden gebe ich dir einen Überblick über vier Varianten Wasser zu lagern und zeige dir die Haltbarkeit sowie weiterführende Artikel zu dem Thema auf.

Trinkwasser lagert in verschiedenen Behältern

Wie lange kann man Trinkwasser lagern?

➡ Wasser wird nicht schlecht in dem Sinne, wir wir es verstehen. Wenn sich aber Algen, Bakterien oder andere Keime bilden, ist dein Trinkwasser kontaminiert. 

Es wird dir dann auch nicht mehr schmecken und je nach Verunreinigungsgrad kann dies dann auch gesundheitsbedenklich werden. 

“Wie für alle Lebensmittel ist auch für natürliches Mineralwasser ein Mindesthaltbarkeitsdatum vorgeschrieben.

In der Regel geben die deutschen Mineralbrunnen bei Glasflaschen ein Mindesthaltbarkeitsdatum von zwei Jahren an, bei PET-Flaschen von einem Jahr. Doch auch nach Ablauf dieser Frist ist Mineralwasser noch bedenkenlos zu genießen.”

Informationszentrale Deutsches Mineralwasser

Einen kleinen Überblick über die verschiedene Haltbarkeit je nach Lagerart liefert dir die untenstehende Tabelle. Im Nachgang werde ich auf jede einzelne Art Wasser zu lagern eingehen.

Art der WasserlagerungHaltbarkeit
Selbstverschlossene lebensmittelechte Kanister6-12 Monate (je nach Art der Konservierung)
Wasser in PET-Flaschen12 Monate
Wasser in Glasflaschen24 Monate
Eingewecktes Wasserjahrelang (bei richtiger Lagerung)
Ungefähre Haltbarkeit von Wasser je nach Lagerart

Sprudelwasser: Vor- und Nachteile

➡ Die Kohlensäure erschwert die Entstehung von Bakterien und Keime. Deshalb ist sprudelndes Mineralwasser allgemein länger haltbar. 
➡ Mit Kohlensäure versetztes Wasser hält sich also länger als stilles Wasser und es gibt Menschen, die trinken ausschließlich Sprudelwasser, aber könntest du dir vorstellen, damit im Notfall auch deinen Tee, Kaffee oder die Babynahrung zuzubereiten?

PET-Wasserflaschen

In PET-Flaschen abgefülltes Wasser hat ein angegebenes Mindesthaltbarkeitsdatum von 9-12 Monaten. Ist es aber richtig gelagert worden, spricht im Grunde nichts dagegen, das Wasser nach Ablauf noch zu trinken.

Ob Sprudel oder still – PET-Flaschen sind aus dünnem Kunststoff und werden mit der Zeit brüchig. Zudem können Weichmacher in das Wasser übergehen.

Dafür lassen sich die Sixpacks bis zur Kellerdecke stapeln und so kannst du auch viel Trinkwasser auf kleinem Raum unterbringen. Dies ist eine durchaus geeignete Art der Wasserlagerung, wenn du bereit bist, dieses Wasser auch in deinem Alltag zu trinken (also rollierend zu verbrauchen).

Um noch mehr Platz zu sparen, könntest du dir hier 8 Liter Flaschen zulegen.

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Trinkst du im Alltag lieber nur Leitungswasser, dann ist das Mindesthaltbarkeitsdatum oftmals schneller erreicht als man denkt. Und irgendwann wirst du das Wasser aus den PET-Flaschen dann trinken müssen.

Trinkwasser aus Glasflaschen

Glasflaschen

Wasser in Glasflaschen halten offiziell angegeben bis zu zwei Jahren.

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass das Glas keine Bestandteile an das Wasser abgibt. Nachteilig ist aber das Gewicht und der Platzbedarf.

Aufgrund der Zerbrechlichkeit werden Glasflaschen in Getränkekästen aufbewahrt. Diese lassen sich zwar gut stapeln; willst du deinen eigenen Trinkwasserbedarf aber so für einen ganzen Monat, also 60 Liter decken, wären das aufgerundet sieben Wasserkästen! Weitere Personen im Haushalt sind hier noch außen vor.

Video von Gerolsteiner zum Thema Haltbarkeit von Trinkwasser

Abgefüllt in Trinkwasserkanistern

Geeignete Wasserkanister (vor allem mit Hahn) sind in vielerlei Hinsicht vorteilhaft und praktisch zugleich und stellen für mich die beste Möglichkeit dar, viel Trinkwasser auf kleinstem Raum zu lagern.

Zur Haltbarkeit: Immer wieder lese ich in anderen Beiträgen davon, dass Wasser in lebensmittelechten Trinkwasserkanistern, wenn es ordnungsgemäß aufbewahrt wird, unbegrenzt gelagert werden kann.

Es mag auch sein, dass es einfach abgefüllt in einem Kanister nach Jahren immer noch geruchs- , geschmacksneutral und vom Aussehen her unauffällig ist.

Was aber, wenn die Rechnung nicht aufgeht? Das ist für mich also nur ein gangbarer Weg, wenn ich zur Sicherheit auf weitere Wasservorräte in anderen Behältern zurückgreifen kann.

Stellen die Trinkwasserkanister aber ausschließlich meinen Wasservorrat dar, würde ich immer auf Nummer sicher gehen und das Trinkwasser konservieren und das saubere Wasser lieber spätestens nach einem Jahr austauschen (oder brauche es auf). So mache ich es jedenfalls.

➡ Erfahre hier mit welchen Konservierungsverfahren du dein Wasser haltbar machen kannst.

Auch die Lagerung selbst kann die Haltbarkeit beeinflussen. Der Ort, an dem die Kanister stehen, sollte kühl und dunkel sein. Schon die Lichteinwirkung kann zu Algenbildung führen.

➡ Entdecke lebensmittelechte und BPA-freie Trinkwasserkanister und erfahre, warum ich nur noch blaue Kanister verwende.

Eingewecktes Trinkwasser

Durch das Abkochen und Einwecken von Trinkwasser kannst du dir einen unbegrenzt haltbaren Wasservorrat aufstellen.

Es könnte sich mit der Zeit noch ein weiterer Vorteil ergeben: nämlich den, der Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit der Produktverpackung. Glashersteller kämpfen derzeit mit extrem gestiegenen Energiekosten. Getränkehersteller klagten schon darüber, dass es keine neuen Flaschen gibt, in die sie ihre Getränke abfüllen können.

Weckgläser sind immer wieder und vor allem vielseitig verwendbar.

➡ Hier findest du die richtigen Einmachgläser dafür sowie eine Anleitung wie du frisches Trinkwasser durch Einwecken dauerhaft haltbar machst.

Bei Verunreinigungen

Sollte dein eingelagertes Wasser tatsächlich Verunreinigungen aufweisen oder bist du dir der Reinheit nicht sicher, sitzt du im Notfall dennoch nicht gleich auf dem Trockenen.

Hier bleibt dir noch das Wasser wieder zu Trinkwasser aufzubereiten. Hierzu habe ich in meinem Krisenvorrat einen Wasserfilter (mit diesem kannst du den Schlauch in deinen Kanister hängen und das Wasser in einen anderen größeren sauberen Behälter abpumpen und filtern) sowie ein Mittel zur Wasserentkeimung.

➡ Im Artikel Wasseraufbereitung im Notfall erkläre ich dir die zwei nötigen Schritte, um aus verunreinigtem Wasser sauberes und bedenkenlos trinkbares Wasser herstellen zu können.

Wie viel Trinkwasser bevorraten?

Natürlich kann niemand voraussagen, wie lange eine Krise anhalten wird. Dennoch: je länger der Notfall andauert, desto höher wird dein Wasserbedarf sein.

Lass‘ uns eine Rechnung aufstellen und zum Schluss teile ich noch mit dir, wie viel Wasser wir zuhause bevorraten und auf welche Weise, und wie wir zu dieser Entscheidung gekommen sind.

Bei Stromausfall fließt kein Leitungswasser mehr…

Empfohlene Trinkwassermenge

Das Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz empfiehlt 2 Liter Trinkflüssigkeit pro Person und pro Tag.

Pro Monat und je Person macht das schon gute 60 Liter Trinkwasser. Da ist dann also noch nicht mal das Gebrauchswasser mit eingerechnet.

Denn bei andauernder fehlender Wasserversorgung wirst du ebenfalls Wasser benötigen, um zu kochen, dich zu waschen, Zähne zu putzen, abzuwaschen und ggf. ein paar Kleidungsstücke durchzudrücken. Je mehr du dafür von deinem Wasservorrat nimmst, desto schneller geht dieser zu neige.

Und da wäre auch noch die Toilettenspülung zu bedenken, die beim Stromausfall nicht mehr funktioniert. Damit du kein Wasser zum Nachspülen verschwenden musst, habe ich hierfür folgende Artikel geschrieben:

>>> Auf diesen drei Wegen kannst du bei Stromausfall die Toilette benutzen 

>>> Wähle deine Toilette bei Stromausfall, die kein Wasser benötigt

Eigenes Sicherheitsempfinden

In meinem Artikel 5 Bedingungen, die deine Vorratshaltung in Krisenzeiten erfüllen sollte führe ich an, dass du für einen Zeitraum vorsorgen solltest, der dich ruhig schlafen lässt.

Aber ist dies in diesem Fall wirklich umsetzbar? Ich beispielsweise, habe ein halbes Jahr für mich definiert. Tritt eine Krise ein, habe ich so erstmal genügend Luft – und kann auch im Notfall nach einer weiteren Lösung suchen.

Alles hat Grenzen

Möchte ich aber einen Trinkwasservorrat für ein halbes Jahr aufstellen, benötige ich pro Person 360 Liter (60 Liter mal sechs Monate). Das ist wirklich immens! Wir sind zwei Personen und bräuchten so unfassbare 720 Liter!

Wohlbemerkt sprechen wir hier immer noch nur vom Trinkwasser. Bei Trinkwasserkanistern à 25 Liter entspräche dies über 28 Kanistern. Wähle ich die Kanister, die 60 Liter fassen, komme ich immer noch auf 12 Trinkwasserkanister.

Nun, ich kann dir sagen, dass wir das nicht gemacht haben. Diesen Lagerplatz hätten wir nicht mal. Wir bevorraten zu zweit circa 120 Liter. Damit überleben wir einen Monat ohne Hilfe von außen…

Wie viel Trinkwasser willst du einlagern?

Wie ICH mein Wasser lagere

Mein Mann und ich haben selbst zuhause alles durchprobiert.

Zuerst kauften wir Sixpacks von PET-Flaschen. Dies führte dazu, dass wir irgendwann das Wasser aus den Kunststoffflaschen trinken mussten, obwohl wir dies sehr ungerne tun und im Alltag vermeiden. Glasflaschen zu lagern kostete uns viel zu viel Platz. Dazu kommt noch, dass Sprudelwasser (wir kauften es weil es länger hält als stilles Wasser) so gar nicht unseres ist.

Schlussendlich haben wir uns Trinkwasserkanister aus festem und lebensmittelechtem Kunststoff zugelegt, in denen wir nun ausschließlich für den Notfall Trinkwasser konserviert haben und dies in Abständen von sechs Monaten austauschen.

Zusätzlich haben wir eingewecktes Wasser, mit dem wir uns zumindest ein paar Tage verköstigen könnten.

Fazit zum Thema Wasser lagern

Sauberes Trinkwasser ist für uns selbstverständlich – bis der Notfall eintritt.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel eine Antwort auf die Frage Wie lange kann man Trinkwasser lagern geben, um für dich zu entscheiden in welchen Behältern du dein Wasser bevorraten möchtest, und wie viel Wasser du dir letzten Endes auf Lager legst, um dich und deine Familie abzusichern.

Ob im Keller, unterm Bett oder in einer Zimmerecke gestapelt und vor Sonnenlicht geschützt – auch wenn du nicht weißt, wo du das Wasser lagern sollst weil dir der Platz fehlt, sollte ein Trinkwasservorrat für zwei Wochen je Person im Haushalt das absolute Minimum sein.

Bild: Tien-Seven/Studio-Fritz/Pixabay

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