Wie lange kann man Mehl lagern?

By: Diana

Um die Frage „Wie lange kann man Mehl lagern?“ beantworten zu können, müssen wir die Unterschiede zwischen den einzelnen Mehlsorten verstehen lernen.

Zum Schluss stelle ich dir geeignete Behälter vor, die sich für die Lagerung von Mehl anbieten. Auch zeige ich dir eine Alternative auf, falls du dir eine längere Lagerungsmöglichkeit wünscht.

Mehl lagern

Mehl ist ein Grundnahrungsmittel

Wie bedeutsam es ist Mehl zu lagern wird an der traurigen Tatsache deutlich, dass Mehlspeisen, Brot und Backwaren unsere Vorfahren schon durch zwei Weltkriege gebracht haben.

Ich persönlich glaube auch, dass wir wirtschaftlich schlechtere Zeiten bekommen werden. Diese könnten Jahre andauern. Mehl gehört deshalb in unseren Notvorrat.

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Ein Korn in Ähren kann man niemand verwehren, man braucht es gegen Hunger und Not, denn aus ihm besteht unser tägliches Brot. – Kühn-Görg Monika

Mehl ist nicht gleich Mehl

Für die Haltbarkeit ist die Mehlsorte entscheidend. Welche Mehlsorte(n) verwendest du also in deiner Küche?

Steht bei dir das Weizenmehl vom Typ 405 im Vorratsschrank, um Kuchen zu backen und eine Mehlschwitze für eine schöne Soße anzurühren?

Oder backst du dein täglich Brot mit verschiedenen Mehlsorten selbst? Meine Familie als Hobbybäcker verwendet dafür hauptsächlich Weizenmehl Typ 1050 und Roggenmehl Typ 1150.

Verschiedene Mehlsorten aus meinem Vorrat

Was die Zahl vom Mehl-Typ über die Haltbarkeit aussagt

Grundsätzlich lässt sich sagen, je kleiner die Zahl vom Mehl-Typ, desto länger die Haltbarkeit. Warum ist das so?

Wie der Name Vollkornmehl schon sagt, enthält es noch sämtliche Teile des vollen Getreidekorns. Das sind der ölhaltige Keim und die Kleie. Beide sind gut für deine Gesundheit, oxidieren aber schneller und das wiederum verkürzt die Haltbarkeit.

Wir wissen alle, dass Weißbrot nicht so gesund ist wie ein Vollkornbrötchen. Erklären kann man das so: Weißes Mehl vom Typ 405 hat den höchsten Ausmahlungsgrad. Das heißt, aus Weißmehl wurden die gesundheitsfördernden Bestandteile bereits herausgesiebt.

Das Mehl weist also am wenigsten Keim- und Kleie-Rückstände auf (vom vollen Korn sind also kaum gesundheitsfördernde Bestandteile übrig geblieben).

Dadurch ist es trockener und wird somit nicht so schnell ranzig, was wiederum eine längere Lagerung ermöglicht.

Wie lange kann man welches Mehl lagern?

Der Müller weiß nicht, ob du das Mehl unter idealen Bedingungen, also trocken, kühl und dunkel, lagern wirst. Deshalb sichert er sich mit dem aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Papierverkaufsverpackung ab.

Offiziell gelten folgende Haltbarkeitsangaben:

Weizenmehl Typ 405bis zu 18 Monate
Weizenmehl Typ 550bis zu 18 Monate
Roggenmehl Typ 815bis zu 18 Monate
Weizenmehl Typ 1050bis zu 6 Monate
Roggenmehl Typ 1370bis zu 6 Monate
Roggenmehl Typ 1150bis zu 6 Monate
Vollkornmehlbis zu 2 Monate
Haltbarkeit von Mehlsorten, aber hast du Mehl nicht auch schon länger zuhause stehen gehabt?

Die Backfähigkeit

Bäcker wie Lutz Geißler vom Plötzblog sagen, dass Mehl nach ein paar Monaten seine Backfähigkeit verliert, wenn man es zulange lagert.

Nun gut, ich bin nur ein Hobby-Bäcker und für mein täglich Brot habe ich schon länger gelagertes Mehl verwendet (weit nachdem das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war).

Auch mein (vielleicht wenig kulinarischer) Gaumen bemerkte keinen Unterschied. Essbar war es auf jeden Fall.

Selbstgebackenes Weißbrot

Schädlingsbefall

Dennoch bleibt das Risiko, dass sich bei langer Lagerung oder nicht idealen Bedingungen Schädlinge bilden. Diese Tiere können dir deinen ganzen Vorrat zunichte machen.

Eine Möglichkeit wäre das Mehl in kleineren Behältern zu lagern und nicht alles in einen Großen zu kippen. Würde es zu einem Schädlingsbefall kommen, wäre nicht dein ganzer Vorrat betroffen, sondern nur das Mehl in dem einen Behälter (hoffentlich).

Zusätzlich können Feuchtigkeitsabsorber* mit in die Behälter gelegt werden.

Geeignete Behälter für die Lagerung

Zum Lagern habe ich luftdichte BPA-freie für lose Lebensmittel geeignete Kunststoffeimer* ausgewählt.

  • Lebensmittelechter Kunststoff.
  • Stabil, luftdicht und auslaufsicher.
  • Fassungsvermögen zwischen 1 Liter und 30 Litern frei wählbar.
  • Entweder schüttest du das Mehl lose in die Eimer oder du lagerst den Mehlsack komplett im Eimer.
  • Ich selbst lagere auf diese Weise sowohl Weizen- als auch Roggengetreide. Natürlich habe ich daneben auch ein paar Päckchen Mehl, die ich ebenfalls in diesen Eimern vor Feuchtigkeit schütze. Sie eignen sich auch für die Lagerung von weiteren Lebensmitteln wie Hülsenfrüchte, Reis oder Nudeln.

➡ Tipp: Beschrifte die Eimer mit einem Permanent-Marker* mit den nötigen Informationen (Typ vom Mehl und Datum der Lagerung). 

Wieviel Mehl lagern?

10kg, 25kg, 50kg…? Es hängt ja davon ab, welches Mehl du wie oft benötigst und für welchen Zeitraum dein Mehl-Vorrat reichen soll.

>>> Es gibt keine allgemeingültige Regel wie lange deine Vorratshaltung reichen sollte. Es gibt aber Bedingungen, die sie erfüllen muss.

Während Corona und aufgrund der Sanktionen gegen Russland gab es in meinem Umkreis einen Versorgungsengpass an Mehl Typ 405. In den Supermärkten wurde es nur noch rationiert herausgegeben.

Der stärkste Preisanstieg von Brotwaren, Mehl und Getreide seit 60 Jahren kam noch oben drauf. Ob wir Preise wie zu Zeiten der Hyperinflation 1923 erleben werden – hoffentlich nicht – kann niemand vorher sagen; wirtschaftlich-schlechte Zeiten können jedoch Jahre andauern.

Selbstgebackenes Mehrkornbrot

Aufgrund von diesen zwei Punkten wollte ich, unabhängig vom Typ und der angegebenen Haltbarkeitsdauer, eine jahrelange Lagerfähigkeit erreichen. Deshalb ging ich dazu über und lagerte Getreide ein

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