Warum ich den Sawyer-Mini-Wasserfilter nicht nochmal kaufen würde

By: Diana

Für meine Krisenvorsorge habe ich mir vor Jahren den Sawyer-Mini-Wasserfilter gekauft. Ich werde dir erzählen, warum ich ihn heute nicht mehr kaufen würde, was ich daraus gelernt habe und wie du dadurch Fehlkäufe vermeiden kannst.

Der Sawyer-Mini-Wasserfilter

Als ich mich vor Jahren mit dem Thema Krisenvorsorge begann zu beschäftigen, suchte ich mir meine Informationen auf verschiedenen Kanälen zusammen. Alle hatten zwei Dinge gemeinsam: sie sprachen über die Notfallvorsorge und sie alle empfahlen den kleinen „Sawyer-Mini-Wasserfilter“.

Die unglaublich vielen positiven Rezensionen auf Amazon überzeugten mich und kurzerhand kaufte ich ihn. Heute bereue ich ein wenig meine Kaufentscheidung.

Der Sawyer-Mini-Wasserfilter in Benutzung
Der Sawyer-Mini-Wasserfilter in Gebrauch

Outdoor-Aktivitäten

Für Outdoor Aktivitäten wie lange Wandertouren finde ich den Sawyer Mini Wasserfilter* perfekt. Du musst keine Wasserflaschen mit dir rumschleppen und kannst Wasser direkt einem Bach entnehmen und dir so frisches und sauberes Trinkwasser zubereiten. Herrlich!

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Für die Krisenvorsorge

Bei der Krisenvorsorge kann man natürlich unterscheiden. Möchtest du dich im Notfall zuhause versorgen oder möchtest du draußen überleben können?

Ich persönlich möchte in einer Krise, in der ich kein Trinkwasser mehr kaufen kann und kein trinkbares Leitungswasser mehr fließt, Wasser aufbereiten können.

Größere Wassermengen filtern

Dazu lagere ich Trinkwasser in geeigneten Kanistern. Sollte dieses umschlagen, muss ich es filtern. Geht mein Wasservorrat zuneige und ich muss Wasser aus dem km-entfernten See holen, muss ich es ebenfalls filtern.

➡ In beiden Fällen möchte ich das Wasser in größerer Menge filtern können. Mit dem kleinen Sawyer-Mini-Wasserfilter würde das ewig dauern. Das klingt logisch aber diese Unterscheidung habe ich damals niemanden machen gehört und leider habe auch ich selbst nicht weit genug gedacht.

➡ Für meinen Bedarf brauche ich also einen mobilen Wasserfilter mit Pump-Vorrichtung, wie den Survivor Filter Pro* oder den Katadyn Vario Filter*. Da hast du einen Schlauch, den du in einen Kanister oder in einen See hängen kannst, um so das Wasser direkt abpumpen zu können.

Katadyn Outdoor Vario Filter aus der Backcountry Serie US-Import
Katadyn Outdoor Vario Filter aus der Backcountry Serie US-Import
Verwendet einen baren Katadyn Kohlenstoffkern und eine waschbare Keramikscheibe

Im Notfallrucksack

Im Notfallrucksack könnte der kleine und leichte Sawyer-Mini dennoch durchaus angebracht sein. Aber auch hier gilt: für welchen Einsatz packst du deinen Not-Rucksack?

Für den Fall einer Evakuierung, einer etwaigen Flucht zu den Verwandten bei einem Hausbrand oder um gegebenenfalls ins Unterholz abzutauchen?

2 Learnings zum Sawyer-Mini-Wasserfilter

Niemand gibt gerne Geld für ein Produkt aus, welches nie benutzt werden wird. Im Bereich der Krisenvorsorge ist das natürlich etwas anders, weil wir alle hoffen, dass es nie zu einer Katastrophe kommt, in der wir auf unsere Ausstattung, wirklich angewiesen sein werden.

Der Sawyer-Mini-Wasserfilter ist aber eines der Produkte, das ich mir eben nicht für meine Notvorsorge angeschafft hätte weil ich heute ein anderes Produkt bevorzuge. Solche Fehlkäufe kannst du für dich vermeiden. Folgende zwei Lehren habe ich aus meinem Fehlkauf mitgenommen.

Genauen Einsatzzweck überlegen

Heute bin ich der Meinung, dass viele versuchen alles zu verkaufen, was sie verkaufen können. Und in diese Falle bin ich getappt. Ich bin zu wenig logisch an die Sache rangegangen.

Hätte ich mich gefragt welchen Einsatzzweck der mobile Wasserfilter denn erfüllen soll und wie ich mir das vorstellen kann, dann hätte ich schon damals einen anderen Filter ausgewählt.

Ich zweifle hier definitiv nicht die Qualität des Produktes an, aber für das, was ich im Notfall machen können möchte, ist er gänzlich ungeeignet.

➡ Das Beste ist, und das möchte ich dir auch empfehlen, man stellt sich eine Krisensituation sowie das genaue Handling vor. So kannst du zumindest die Produkte ausschließen, die sich überhaupt nicht für dein Vorhaben eignen.

Rezensionen kritisch sehen

Das zweite Learning betrifft die Rezensionen auf Amazon. Der Sawyer-Mini-Wasserfilter hatte schon damals wahnsinnig viele positive Bewertungen. Von diesen habe ich mich blenden lassen.

Sie mögen auch gerechtfertigt sein, nur sagen diese rein gar nichts über den Einsatzzweck aus. Der kann ein ganz anderer sein als die Krisenvorsorge für zuhause.

➡ Deshalb sind die Rezensionen immer zu lesen und daraufhin zu prüfen, ob der Artikel für den selben Einsatzzweck angeschafft und bewertet wurde, wie du es für dich planst.

Bild: MooreProtectionWien

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