1000x gehört, 1000x ist nichts passiert… Was ist eine Krise überhaupt?

By: Diana

In den Medien hörst du „Krise“, „Gaskrise“, „Energiekrise“, „Klimakrise“, „Ukrainekrise“ etc. Was ist eine Krise überhaupt? Was bedeutet so eine Krise für dich selbst? Und was könntest du ganz konkret mit diesen Informationen anfangen?

Was ist eine Krise?

Krise Definition

Das Wort „Krise“ stammt aus dem Griechischen, wörtlich übersetzt bedeutet es „schwierige Lage“

Die Bundeszentrale für politische Bildung definiert: Krise bezeichnet eine über einen gewissen (längeren) Zeitraum anhaltende massive Störung des gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Systems. Krisen bergen gleichzeitig auch die Chance zur (aktiv zu suchenden qualitativen) Verbesserung.

Der Duden definiert eine Krise folgendermaßen: Eine Krise ist ein Höhepunkt oder Wendepunkt einer gefährlichen Konfliktentwicklung in einem natürlichen oder sozialen System.

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➡ Eine Krise hat also Auswirkungen und die werden früher oder später sichtbar oder spürbar. Möchtest du davon so wenig wie möglich betroffen sein, brauchst du eine Krisenvorsorge.
Symbolbild: Krisen können lebensverändernde Auswirkungen haben

Beispiele aktueller Krisen

Gaskrise

Von Russland beziehen wir kein Gas mehr. Momentan bekommen wir das LNG-Gas aus den USA. Die Menge, die wir erhalten, soll aber nicht ausreichen, um (laut Spiegel) unseren Gasbedarf im Winter zu decken.

Die Krux: haben wir ein Gas-Problem, haben wir auch ein Strom-Problem. Fehlt das Gas, können die Gaskraftwerke nicht die Stromspannung aufrecht erhalten. Ein Umstand, den Windkraft und Solarenergie nicht ändern können.

Kernkraftwerke könnten hier Abhilfe schaffen. Die haben wir nun aber stillgelegt. Kurzum: Die Gaskrise kann also dazu führen, dass es zu Stromabschaltungen bzw. -rationierungen oder zu einem Blackout kommt.

➡ Die Folgen kannst du für dich nur mit einer Stromausfall-Vorsorge abschwächen. Dies sind meist Gerätschaften, die eine Alternative zu den elektrischen Geräten zuhause sind. 

Energiekrise

Eine Energiekrise bezeichnet einen Versorgungsengpass. Daraus resultieren

  • ein Energiemangel, der wie oben schon erwähnt, zu Stromausfällen oder Abschaltungen führen kann
  • steigende Gas- und Stromkosten, die von vielen Privathaushalten und Unternehmen nicht mehr zu bewerkstelligen sind.

Für die Unternehmen bedeutet dies eine Deindustrialisierung, die für Deutschland als Industrieland enorme Auswirkungen haben wird – auf jeden von uns.

Wenn die Firmen aufgeben oder das Land verlassen gehen die Jobs verloren und die Steuern fehlen. Gleichzeitig benötigen die Menschen die arbeitslos geworden sind, Transferleistungen.

Mittel- und langfristig führt all das wiederum zu höheren Lebenshaltungskosten und Sozialabgaben.

Wo Geschäfte und Unternehme waren, breitet sich massiver Leerstand aus.

➡ Da solche Entwicklungen nur auf Jahre wieder rückgängig gemacht werden können, musst du dich auf Wohlstandsverzicht einstellen. 

Die Konsequenz daraus ist, dass je mehr du dir selbst zu helfen weißt, desto weniger wirst du entbehren müssen.

Klimakrise

Der Klimakrise liegt die Aussage zugrunde, dass der Mensch eine Mensch- und Umwelt-schädliche Erderwärmung durch CO²-Ausstoß verursacht.

Für die Einsparung von CO² in Deutschland werden regierungsseitig Entscheidungen getroffen, die wiederum zu einer Energiekrise führen (zum Beispiel durch die Abschaltung von Kernkraftwerken).

Der Heizungstausch- bzw. die Sanierungspflicht von Häusern wird viele Eigentümer in den finanziellen Ruin stürzen und die Stilllegung von Ackerflächen könnte zu einer Versorgungsknappheit der eigenen Bevölkerung führen.

Ukrainekrise

Die Sanktionen gegenüber Russland und die Aufnahme der Ukraine in das europäische Stromnetz gefährden unsere eigene Energiesicherheit.

Symbolbild: Was ist eine Krise?
Symbolbild: Wie wird die Zukunft aussehen?

Weitere Beispiele von Krisen

Mit den folgenden Beispielen von allgemeinen Krisen möchte ich dich auf die verheerenden Auswirkungen aufmerksam machen.

Cyberangriffe

Immer wieder liest man, dass ein Unternehmen oder eine Einrichtung Opfer einer Cyberattacke wurde. Das betroffene Internet-System ist dann lahmgelegt, Zugriffe gesperrt und oder (Kundenspezifische) Daten gehackt.

Unser Alltag wird immer weiter digitalisiert. Funktioniert zum Beispiel im Restaurant oder beim Supermarkt das Kassensystem nicht mehr, bist du auf Bargeldzahlung angewiesen. So war die Lebensmittelkette „Coop“ in Schweden betroffen und 800 Supermärkte blieben infolgedessen geschlossen!

Der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, sagte im Dezember 2020: „Wir alle wissen, dass das erschreckende Szenario eines umfassenden Cyberangriffs die Stromversorgung, den Transport, die Krankenhausleistungen und unsere Gesellschaft insgesamt vollständig zum Erliegen bringen könnte“.

Man mag es sich nicht vorstellen.

Privat kannst du in drei Bereichen vorsorgen: 

➡ Einen Notvorrat anlegen  

➡ Bargeld - den sogenannten Notgroschen - zuhause haben 

➡ Wichtige Daten und Dokumente analog sichern

Stromausfall und Blackout

Ein Stromausfall oder gar ein Blackout bringen deinen Alltag mit all unseren elektronischen Geräten sowie den Verkehr zum Erliegen.

Da fallen die Ampeln aus, den E-Herd und die Waschmaschine kannst du nicht mehr benutzen und das Aufladen deines Handys ist dann nur noch über ein Kurbelradio oder eine Powerbank* möglich.

Bei einem Blackout dauern einige Wiederherstellungsmaßnahmen Monate bis Jahre an.

➡ Mit einer guten Stromausfall-Vorsorge und einer auf deine Bedürfnisse abgestimmten Vorratshaltung sicherst du dich für solche Notsituationen ab. 

Naturkatastrophen

Naturkatastrophen (wie die Flut im Ahrtal, Hochwasser oder starke Schneefälle) können die regionale Infrastruktur komplett zerstören. Eine Instandsetzung kann Monate bis Jahre in Anspruch nehmen.

Proteste bis hin zum Bürgerkrieg

Politische Reformen können Proteste bis hin zu Bürgerkriegen auslösen.

Unser Nachbarland Frankreich ist in einer Krise seit der Verkündung der Renten-Reform von Präsident Emmanuel Macron. Das Land inklusive der Müllabfuhr und Tankstellen steht teilweise durch Streiks still.

Allgemeine Versorgungsengpässe

Bei Versorgungsengpässen ist nicht abzusehen, wann die Produkte wieder in gewohnter Anzahl hergestellt oder transportiert werden können. Aktuell sind Medikamente betroffen, davon teils lebenswichtige Arzneien.

Lieferengpässe können auch Grundnahrungsmittel betreffen. So beziehen wir bspw. Getreide aus der Ukraine und Russland, um Brot und Backwaren herstellen zu können.

Auch Benzin und AdBlue könnten irgendwann mal nicht lieferbar sein. Letzteres benötigen übrigens die LKW, die unsere Supermärkte beliefern.

➡ Eine Vorratshaltung hilft dir solche Engpässe zu überbrücken. 

Dabei entscheidest du selbst, ob du dir einen reinen Notvorrat zulegst, nach dem Motto "Hauptsache satt werden", oder ob du auch in Krisenzeiten etwas mehr Vielfalt auf dem Teller haben möchtest. 

➡ Auch könntest du dir im Rahmen der Selbsthilfe Fertigkeiten aneignen, die dich ein Stück unabhängig machen.

Finanzielle Krisen

Eine ganz persönliche finanzielle Krise ist zum Beispiel wenn du deinen Job verlierst.

➡ Ein Sicherheitspuffer in Form eines Notgroschen hält dich in dieser misslichen Lage über Wasser.

Oder:

Die Inflation reduziert deine Kaufkraft. Du bekommst immer weniger für dein hart verdientes Geld.

Wie sehr du darunter leidest, hängt davon ab, wieviel Geld du im Monat zum Leben zur Verfügung hast. Im Geldbeutel spürt aber jeder von uns, dass der Wocheneinkauf teurer und teurer wird.

➡ Mit einer rechtzeitig angelegten Vorratshaltung kannst du gegebenenfalls deine Einkäufe auf das Minimum reduzieren. 

➡ Im Rahmen der Selbsthilfe könntest du viele Dinge selber machen (und erlernen) wofür du vorher bezahlt hast, um so auf weniger verzichten zu müssen.

➡ Physisches Gold ist der beste Inflationsschutz. In dem glänzenden Metall kannst du den Wert deines Ersparten speichern - es ist sozusagen eine Versicherung in Zeiten von Währungsunsicherheit. 

(Da es in der Geschichte schon mal ein Goldverbot gab, solltest du nicht dein ganzes Hab und Gut eintauschen.)

Medizinische Versorgungskrisen

Apotheken können die Kosten nicht mehr stemmen. Welche Auswirkungen hat dies auf deine medikamentöse Versorgung wenn sich die Apotheken ausdünnen?

➡ Hier bleibt dir nur eine umfassende Hausapotheke aufzustellen (was auch nur in einem begrenzten Rahmen machbar ist) und auch Ratgeber zuzulegen, die auf eine natürliche Heilung abzielen. 

Gesundheitliche Krisen

Uns könnte eine Krankheit so mitnehmen, dass wir uns außerstande sehen das Haus zu verlassen. 

Und selbst nach einer schweren Operation oder einer Grippe, die dich schachmatt setzt, wirst du vielleicht keine (großen oder schweren) Einkäufe erledigen können und froh sein, wenn du Vorräte hast auf die du zurückgreifen kannst.

➡ Dank deiner Vorratshaltung inklusive einer Hausapotheke kannst du dich selbst versorgen. 

Oder:

Wenn du zum Beispiel aufgrund einer gesundheitlichen Krise keine medizinischen und finanziellen Entscheidungen für dich selbst treffen kannst – dann kann es sein, dass diese Entscheidungen das Amt für dich treffen wird.

Es sei denn, du hast deinen Willen vorher zu Papier gebracht oder eine dir vertraute Person für den Notfall benannt für dich entscheiden zu dürfen.

Was bedeutet eine Krise?

Schockzustand, Verzweiflung und Unsicherheit

Während familiäre Tragödien und Naturkatastrophen unsere Welt von jetzt auf gleich auf den Kopf stellen können, wird ein wirtschaftlicher Abstieg durch (finanz-)politische Entscheidungen hervorgerufen und entwickelt sich in Phasen.

Bei wirtschaftlichen Krisen ist ausnahmslos jeder betroffen. Die Lebensumstände werden dann schwieriger. Dinge sind nicht mehr planbar wie vorher und im Alltag muss wieder gelernt werden zu improvisieren.

Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verlässlich, am wenigsten in größter Not. – Karl Jaspers

Die Dauer einer Krise ist ungewiss

Eine Krise ist kein Dauerzustand. Nach Regen folgt auch wieder Sonnenschein.

Aber wie lange begleiten uns schon die aktuellen Krisen? Und wie weit glaubst du wirst du dann tatsächlich mit der empfohlenen Vorratshaltungsdauer vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe für zehn Tage kommen?

➡ Sorge deshalb vor - für dich und deine Lieben! 

Je mehr jeder Einzelne von uns in die Eigenverantwortung kommt, desto eher werden die Zeiten für uns alle zusammen auch wieder besser. 

Und wer soll es deiner Meinung nach sonst tun?

Inwiefern wirst du betroffen sein?

Die Antwort auf die Frage hängt davon ab

  • welche Krisen in welchem Ausmaß auf uns zukommen
  • wie breit du deine Krisenvorsorge aufgestellt hast und inwieweit du dir selber zu helfen weißt.

Mit einer Vorratshaltung für sechs Monate hältst du dich bei Versorgungsengpässen ein halbes Jahr lang über Wasser. Würde dir das reichen?

>>> Lese auch Welche 5 Bedingungen deine Vorratshaltung in Krisenzeiten erfüllen sollte 

Und wenn der Strom ausfällt? Mache dir am Besten im Vorwege Gedanken über Dinge wie eine alternative Kochmöglichkeit oder wie du dann deinen Toilettengang verrichtest.

Diversifiziere deshalb deine Krisenvorsorge, damit du in den verschiedensten Krisen auf sie zurückgreifen kannst. So gewinnst du im Notfall wertvolle Zeit, Sicherheit, Unabhängigkeit und damit innere Ruhe.


Ein Zitat, worüber es sich nachzudenken lohnt:

Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein zurück mehr gibt.

Jean-Claude Juncker, Zitat von 1999

Bild: 12019/pixabay

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