Wem gehört das Geld auf der Bank? Kein Clickbait!

By: Diana

Bis vor ein paar Jahren dachte ich, meine Ersparnisse auf meinem Konto wären mein Geld. Laut Gesetz ist dies nicht der Fall. „Wem gehört das Geld auf der Bank?“ ist also keine rhetorische Frage. Und es gibt sogar Gesetze, die deine Enteignung für europäische Bankenrettungen möglich machen.

Wem gehört das Geld auf der Bank?

Eigentümerschaft des Geldes

Juristisch gesehen bist du erst Eigentümer deines Geldes, wenn du es physisch abhebst: an Geldautomaten oder am Bankschalter, du das Geld in deinen Sparstrumpf stopfst, unter deine Matratze legst, in ein Schließfach packst oder es in dein Portemonnaie steckst.

Ganz konkret: Alles, was auf einem Sparbuch, Girokonto und Tagesgeldkonto liegt – gehört der Bank.

Das Gläubiger-Schuldner-Verhältnis

Im Fachjargon spricht man von einem Gläubiger-Schuldner-Verhältnis. Übersetzt bedeutet das Folgendes:

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In dem Moment, in dem du einen Geldbetrag auf dein Bankkonto einzahlst, vergibst du einen Kredit an deine Bank. Du leihst es deiner Bank sozusagen. Damit bist du der Gläubiger. 

Damit ist jeder einzelne, der ein Konto bei der Bank hat, ein Gläubiger. Du, alle anderen Bürger und ich auch. Das betrifft auch Firmen und Unternehmen. Egal ob große oder kleine.

Deine Bank nimmt das Geld entgegen. Damit ist deine Bank der Schuldner.

Wenn wir uns einen Kredit nehmen, um etwas zu finanzieren, sind wir verpflichtet dieses Geld wieder zurückzuzahlen. Dafür bezahlen wir Zinsen, als Leihgebühr. Tun wir das nicht, verlieren wir das Objekt, beispielsweise das Haus, für dessen Finanzierung wir einen Kredit aufgenommen haben. 

Auf die Bank als Schuldner lässt sich dieser Sachverhalt leider nicht so übertragen. 

ein Mann hält ein kleines Sparschwein in seinen Händen
Wie sicher empfindest du deine Ersparnisse auf deinem Bankkonto?

Wie weit sind deine Einlagen bei der Bank abgesichert?

Wenn du Geld auf dein Konto einzahlst, vergibst du einen Kredit an deine Bank. 

Nun könnte man denken, dass die Bank doch genug Geld hat. Sie wird es dir also leicht wieder zurück geben können, oder nicht?

Gucken wir uns das Eigenkapital der Bank an. Seit 2014 sind die Banken europaweit verpflichtet, die Sparvermögen der Kunden nur zu 0,8% durch eigene Mittel abzusichern. Damit besitzt die Bank Eigenkapitalerträge nur in einstelligen Beträgen und ist so kapitalisiert, dass sie selber zu über 90% Schulden hat. Bedeutet: die Bank sichert unsere Einlagen wiederum durch Kredite ab.

Frage: Würdest du noch einen Kredit bekommen wenn du schon viele Schulden hast? Das wird wohl eher schwierig. Oder würden wir einem Freund Geld leihen, wenn er schon eine ganze Menge Schulden hat? Wohl kaum. Bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. 

Aber der Bank, einer Institution, leihen wir unser Geld, die dieses dazu verwendet weitere Kredite aufzunehmen.

Mögliche Enteignung deiner Ersparnisse

Ein aktueller Artikel vom 06.12.2023 macht klar, dass in den Öffentlich-Rechtlichen ganz unverblümt angesprochen wird, die Ersparnisse der Bürger für Klimaschutz-Maßnahmen anzugreifen.

Dies mag sich für dich vielleicht nur nach einer verrückten Äußerung anhören. Zum Schutz deines kleinen oder großen Vermögens solltest du dich aber über das Risiko vom Sanierungs- und Abwicklungsgesetz der Banken und über die Grenzen der europäischen Einlagensicherung informieren.

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